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Vergessen unmöglich

Geschrieben zu „Just a little love song“ und „Home again“ von Ikmus99

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Der Hintergrundsong ‘Medieval Theme’ als stand-alone :

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Die Zeit rennt mit großen Schritten, fragt nicht nach dem Morgen oder dem Gestern. Die Zeit läuft einfach und reißt alles mit sich mit.

Was gestern noch Bedeutung hatte, hat sich heute vielleicht schon in Luft aufgelöst. Liebe heilt, aber Liebe vergisst nie. Menschen, die dir einst etwas bedeuteten, wirst du niemals mehr vergessen können. Da ist irgendso ein Mechanismus oben im Kopf, der das verhindert. Unser angeborenes Mitgefühl, unsere Fähigkeit zur Liebe und Verbundenheit vielleicht? Oder einfach nur die Tatsache, dass wir uns die aktuellsten Informationen stets aus dem Internet laden können? Also auch die Daten über unsere verflossenen Beziehungen und Mitmenschen? Wie dumm Menschen sind, wenn sie meinen, jemanden „einfach vergessen“ zu können. Und wie kurz die Ratschläge reichen, sich bei Abschiedsschmerz einfach nur ein wenig abzulenken…Mit dem Internet wächst alles zusammen, jede Person ist nur einen Klick entfernt. Das ist die neue Technologie-Realität, der wir uns stellen müssen. Und metaphysisch, vielleicht die größte Errungenschaft des Internets allerzeiten? Nein, nur für romantisch veranlagte Poetinnen, nicht für den großen Rest, der das Internet für schnöde Informationen, Nachrichten, Facebook-Blödeleien und Börsenkurse missbraucht…

Distanzlosigkeit- und zwar für ewige Zeit, so scheint es. Ein Fluch für all jene, die unter Liebeskummer leiden und innerlich wie äußerlich keine Distanz aufbauen können. Denn eigentlich, so denke ich mir, will die Stimme in uns doch nur Verbundenheit und Nähe zu anderen. Erst durch die gelebte Distanz, äußerlich wie innerlich können wir das Gegenteil spüren. Das Internet lächelt dich verlockend an und ist doch immer nur ein verzögertes Abbild der Realität, nicht die Realität an sich. Zeiten und Orte fallen zusammen auf einen einzigen Punkt… wo sie in Wahrheit doch unendlich weit entfernt sind. Das zu erkennen, erzeugt Schmerz. Schmerz darüber, dass wir nicht selbst ständig mit allen verbunden sein können. Müssen erst wieder eine Mauer aufbauen, eine Mauer aus Gedanken, Meinungen und Einstellungen.. wo es doch so einfach wäre…

Unsere innere Stimme ermahnt uns zum Guten hin.. Wonach wir uns wirklich sehnen..Da auf dem Monitor steht es! Da sieht man es, laut und deutlich, die Augen und Ohren können doch nicht irren?

Eine leise Stimme, die wir zwar knebeln können, die aber immer jammern und wimmern wird. Die einfach nicht aufzuhalten ist. Die sich mit dem Tanz der Neuronen zu neuen Taten verbindet. Einfach und effektiv. Das heißt dann „aus der Mitte heraus zu handeln“ und führt meistens zu Erfolg oder Fortschritt. Oder zu einer ganz großen Dummheit, die man ohne Liebe niemals gemacht hätte… Ganz anders, viel eindeutiger und verrückter als das ewige Jammern, Nach- Grübeln und die Klein-Aufrechnerei, die nur zu Verzweiflung, Depression und Stillstand führen.

Es ist leicht, nach der Mitte des Herzens zu handeln, wenn man die Stimme denn nur endlich mal hören würde…

Dann spielt auch das Vergessen keine Rolle mehr, dann ist alles real, alles „im Jetzt“.


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