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Posted by J.A. on April 16, 2014

Zeit der Aktivität

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Lyon Stadtansicht (im Frühling)

 

Die letzten Tage waren sehr sonnig, ungewöhnlich warm und trocken. Auch jetzt regnet es immer noch nicht richtig. Die Feinstaubbelastung in den Städten ist sehr hoch, viel höher als normal.

Die Franzosen haben sich schon beschwert, dass die deutschen Kohlekraftwerke den Smog in den Westen blasen… bei meinem Besuch in Frankreich bin ich aber zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen: Die Luft in Frankreich ist schlecht, viel schlechter als in Deutschland, obwohl die Besiedlung und Industriedichte niedriger als bei uns ist (vor allem ist das Autobahnnetz auch nicht so dicht).

Ein Problem scheint eher das Umweltbewusstsein zu sein: Nicht selten, dass wir hinter einem richtigen „Stinker“ hergefahren sind, ein Auto ohne jeglichen Kat oder sonstige Vorrichtungen. Das Laufen an einer vielbefahrenen Straße ist in den größeren Städten eine richtige Qual. Natürlich ist das auch in Deutschland nicht toll, aber in Frankreich kam es mir noch giftiger vor. (schwer zu beschreiben, ist ein subjektiver Eindruck).

Im Hotel gab es eine Elektroheizung und im Bad gab es nochmal einen Heizlüfter und einen Föhn. Alles mit dem guten alten Atomstrom…. Über Energie scheinen sie sich in unserem Nachbarland ganz andere Gedanken zu machen. Auch Windräder sieht man viel seltener als bei uns. Unweigerlich drängten sich bei mir die Gedanken auf, dass Energiepolitik in Europa eigentlich viel einheitlicher, viel “zentraler” organsiert werden müsste. Das wäre zumindest wichtiger, als ständig Dinge wie Staubsauger oder Kaffeemaschinen-Warmhalter zu verbieten.

Ansonsten ist Frankreich aber ein ausgeprochen schönes, freundliches Land und die Leute scheinen viel höflicher und aufgeschlossener als in Deutschland zu sein. Kundenfreundlichkeit wird groß geschrieben. Von der viel beschriebenen und tlw. schon „dämonisierten“ Abwehr der Franzosen gegen Deutsch- oder Englischkenntnisse habe ich nicht viel mitbekommen. Von den Franzosen, die ich kennengelernt habe, haben alle wenigstens ein paar Brocken Englisch gesprochen. Das mussten sie auch, denn meine eigenen Französisch – Kenntnisse gehen gegen Null und wurden nur kurz vorher mit ein paar Schnelllern-Programmen und Android-Tools aufgepäppelt (demnächst folgt evt. mal ein Bericht darüber). Vor allem die jüngeren Semester scheinen alle Englisch für ein paar Jahre auf der Schule gehabt zu haben. Was ein wenig fehlt, ist natürlich die Praxis. Und der Akzent ist ganz lustig anzuhören. ;-) (Wahrscheinlich so, wie mein Französisch-Akzent, Bonjour!)

Die Natur ist sehr schön und das Essen sowieso. Die Küche ist viel feiner als bei uns, es gab mehr Gänge, kleinere Portionen, die man dafür mehr genießen muss. In Deutschland liegt der Fokus oft sehr auf dem Hautpgericht und alles andere läuft so nebenbei oder wird ganz weggelassen (z.B. Salate oder Brot als Beilage). Auch ist die Wurst- und Fleischkultur eine ganz andere als bei uns. Zum Frühstück gab es immer nur eine Sort Wurst und die hat nicht besonders gut geschmeckt. Das habe ich in Hotels in Deutschland schon ganz anders erlebt. Dafür waren die Salate wesentlich abwechslungreicher und die Süßspeisen waren viel besser (z.B. Croissants).

Ich hab die sonnige Zeit der letzten Wochen für Aktivitäten genutzt und bin nicht viel zum Bloggen gekommen. Auch jetzt muss ich eher dazu zwingen, mal „innezuhalten“ und über das gelebte zu schreiben. Die Phase der Aktivität wird von dem ersten Tiefdruck seit langem etwas augebremst. Schon seltsam, wie abhängig man von dem Wetter ist!

Das Innere einer Kirche (Blick nach oben an die Decke)

Das Innere einer Kirche (Blick nach oben an die Decke)

 

Categories: Reisen
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Posted by J.A. on März 21, 2014

Das Gesichter-Buch

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Wow, was für ein gut geschriebener Artikel über Facebook.

Ich geb zu, ich hab bis jetzt nur die ersten zwei Drittel gelesen, aber das was ich las, hat mir gut gefallen. Daumen hoch!

Wie ist meine persönliche Meinung zu Facebook? Der Gedanke drängt sich beim Lesen automatisch auf..

Ich hab es eigentlich nie besonders gemocht, fand es immer zu kompliziert und neuerdings die Werbung, die nervt mich auch.
Zudem misstraue ich dem ganzen, nicht erst seit der NSA-Affäre. Letztens gab´s im Fernsehen eine Reportage über einen Facebook-Server, da wurde mir erst bewusst, in welchen Dimensionen, die sich eigentlich bewegen. (so etwas ähnliches wie das hier ). Es ist eine riesige Maschine, die Daten aus uns heraus saugt und am Ende damit Geschäfte macht und an die Börse geht. Und wir sind die kleinen Computersklaven, die freiwillig mitarbeiten und den Profit erst ermöglichen. Die „Bezahlung“ ist, dass wir uns sozial geborgen und anerkannt fühlen, weil andere auf uns reagieren oder „gefällt mir“ klicken. Aus dem ur-eigenen und wichtigen Bedürfnis des Menschen nach Anerkennung haben schlaue Leute ein Milliarden-Geschäft gemacht. Das ist erstmal das wirklich kritische, die „dunkle Seite“ an all den sozialen Netzwerken. Die Frage ist also: Überwiegen die positiven Dinge, die man aus den Netzwerken zieht über die Gefahren und das Ausspioniert-Werden?

Natürlich, letztendlich kann nix von dem was man sagt, wirklich privat oder „sicher“ sein. Das ist sehr schade. Dennoch halte ich auch einen völligen Boykott für falsch. Man muss halt nur wissen, wie weit man gehen kann. Welche Dinge kann man von sich preisgeben und welche nicht? Ich denke es ist wichtig, sich selbst starke Grenzen aufzusetzen und selbst zu kontrollieren. Allerdings ist dann auch die Gefahr groß, dass der „Spaß“ verloren geht. Dass man zu selbst kontrolliert wird und gar nichts mehr schreibt. Seine Gefühle kontrolliert, weil man denkt, „das kann ja alles gespeichert werden“. Ich denke, der richtige Weg liegt darin, das Potential zu nutzen, sich mit anderen zu vernetzen und versuchen sein soziales Netz zu verbessern. Online wie offline. Dabei aber auch nicht vergessen, wie gläsern man dabei wird. Daher sind auch die klassischen Wege wichtig und wertvoll: Einen gut gepflegten Facebook-Kontakt mal im „echten Leben“ treffen. Generell kann man diese beiden Welten nicht wirklich voneinander trennen, sie werden immer stärker vermischt. Die Technik ist quasi schneller und stärker als unser freier Wille.
Wer das eine boykottiert, boykottiert und untergräbt damit auch das andere. Wer sich nicht traut, im Internet offen und ehrlich und unbeschwert zu sein, wird es im realen Kontakt auch nicht sein..

Denn wie hieß es da so schön in dem einen Artikel : „Gegenseitiges Vertrauen ist eine Sache der Intelligenz.“

Aber ein gesundes Misstrauen hat auch noch niemanden geschadet. ;-)

( Sowie die Blogs. Vergesst die Blogs nicht. Hier man das meiste selbst in der Hand. Dezentral, von Privatperson zu Privatperson. Mehr Vertrauen geht nicht. Kein Unternehmen, das mitlauscht. Keiner, der mitverdient. Keine Werbung. )

Posted by J.A. on März 20, 2014

Soziale Kompetenz

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Liebe(r),

ich, ich ich ich ich ich. ich ich ich ich ich ich ich ich? ich ich ich ich ich ich ich ich !
ich ich ich, ich ich ich, ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich
ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich
ich ich ich . ich ich ich . ich ich ich . ich ich ich . ich ich ich .
ich!

ich!

ich!
ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich
haha ha !
ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich, ich?

ich ich ich
ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich
ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich
ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich ich

Herzliche Grüße,
ich

ps:

Wir

Categories: Humor,Psychologie
Tags:
Posted by J.A. on März 17, 2014

Feel!

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http://www.youtube.com/watch?v=vkobBi9UvBA

Augen auf, Rollo hoch, plötzlich kommt Sonne rein.
Wärme auf der Haut. Liebe im Bauch.
Musik und Klänge von überall.
Ab und zu ein Streit.
Knallende Türen. Laute Stimmen.
Bass dröhnt durch die Wände.

Drinnen sitzt der Eremit und liest in seinen schlauen Büchern,
wie er einen besseren Zugang zu seinem Umfeld bekommt.
„Feeeel“ kreischt Robbie durch die Lautsprecher
sie krächzen etwas.

Der Eremit wird blässer und blässer.
Es gibt- in diesem Leben – keinen Ausweg mehr für ihn.
Wenn er doch einmal das Leben selbst berühren würde
anstatt Theorien darüber anzustellen
dann könnte ihm vielleicht geholfen werden.

So denke ich noch über vergangene Zeiten
als ich mich schon auf die kommenden freue.
Pflanze einen neuen Baum!
säe neue Samen!
die Zeit rennt wie ein Warp-Kern, im Rückblick gesehen

und dennoch lohnt sich jede Minute.

 

……………….

Auch sehr schön:

http://www.youtube.com/watch?v=Eg-O_TOgNJI
Aus Liebe

http://www.youtube.com/watch?v=9ULrNLWxzH4
Fütter Deine Angst

http://www.youtube.com/watch?v=6SLlLk1keoA
Ich bin verändert

 

Categories: Lyrik,Musik
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Posted by J.A. on März 12, 2014

Rechnen mit großen Zahlen

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Heute: Sachaufgaben

Zugegeben, ich war nie gut in Mathe. Wenn dieser Artikel Fehler enthalten sollte, bitte ich, darauf hinzuweisen, damit ich es korrigieren kann.

Große Zahlen üben dennoch einen Reiz auf mich aus, vor allem wenn es darum geht, sie zu veranschaulichen. Das ist wohl ein großes Problem, wenn man heutige Nachrichten liest, dass man sich nichts mehr darunter vorstellen kann.

„So und soviel Milliarden Euro Schulden“ heißt es dann, oder „so und soviel Millionen Menschen in Teilzeit“… aber was heißt das schon?

Ein erster Schritt ist einmal, sich eine Tabelle anzugucken, wo die großen Zahlen alle erklärt werden. Wie sie heißen und wieviele Nullen sie haben:

http://rechneronline.de/zahlnamen.shtml

So steht z.B. bei einer Million, dass sie sechs Nullen hat (1.000.000) das kann man sich gut merken. Man zählt die Stellen von rechts nach links und macht alle drei Nullen einen Punkt, um das zu verdeutlichen und besser lesbar zu machen. Mathematisch ausgedrückt könnte man auch 10 hoch sechs schreiben, das würde einfach bedeuten: 10 mal 10 mal 10 mal 10 mal 10 mal 10.

So eine Zahl passt gerade noch auf den Taschenrechner. Wenn man mit größeren Zahlen rechnen möchte, dann kann man auch in dem Rechner im Computer nehmen. (Windows-System: unten auf Start – Button klicken, und in die Suche oder Eingabeauffoderung calculator eingeben)

Es gibt aber auch im Internet gute Rechner, mit vielen weiteren Funktionen, wie z.B.
http://web2.0rechner.de/

Jetzt nehmen wir einfach mal eine Zahl, die wir verdeutlichen wollen, z.B.
die Steuerschuld von Uli Hoeneß:

27,2 Millionen Euro steht da.

Wenn wir das in eine Zahl für den Taschenrechner umwandeln wollen, geben wir einfach ein:
27,2 * 1.000.000 (aus der Tabelle) = 27 200 000 Euro
Die Einheit bleibt Euro, weil wir ja nur mit den Stellen herumspielen und diese verschieben.

Als nächstes nehmen wir eine Zahl, die wir uns gut vorstellen können, weil jeder sie kennt oder wir sie öfters in der Hand haben, z.B. ein Glas Würstchen.

Guckt man diesen Preis im Internet nach (z.B. auf dem Online-Supermarkt mytime, der übrigens gut ist und den ich empfehlen kann ) kommt man auf einen Preis von ca. 2,80 Euro.

Ab jetzt wird viel gerundet. Das macht man so: Wenn die letzte Ziffer größer oder gleich (>=) als fünf ist, rundet man auf: Aus 2,79 macht man z.B. 2,80.
Wenn man noch weiter aufrunden möchte, könnte man auch 3 Euro sagen.

Wenn die letzte Ziffer kleiner fünf ist, wird abgerundet: Aus 27,2 Millionen könnte man also auch 27 Millionen machen.

Um jetzt herauszufinden, wieviele Gläser Würstchen man sich für diesen großen Betrag kaufen kann, teilt man einfach die Gesamtsumme mit der Einzelsumme und rundet wieder dementsprechend, weil es ja keine halben Gläser geben kann, bzw. nur wenn diese zerbrochen sind. ;-)

27 200 000 durch 2,80 Euro = ca. 9 714 286 = 9,7 Millionen Gläser Würstchen

Aha! Jetzt haben wir schon eine wichtige Zahl! Fast 10 Millionen Gläser Würstchen könnte man sich also kaufen. Das würde ganz schön satt machen.. aber darum gehts ja eigentlich nicht. ;-)

Wenn man jetzt annimmt, dass diese Würstchen-Gläser eine Grundfläche von ca. 8 cm haben und wie eine eckige Kiste nebeneinander gestellt werden, rechnet man so:

9 714 286 Gläser mal 8 cm = 7 7714 286 cm

Also alle Gläser nebeneinander ergibt eine Strecke von 7 7714 286 cm.
1 Meter gleich 100 cm
Möchte man also diese Strecke in Metern haben, rechnet man

77714288 durch 100 cm = 777142,88 Meter

und in Kilometern (weil ein km tausend Meter sind)

 777142,88 durch 1000 = 777,14288 km

777 km , das ist ganz schön weit! Ein Mensch kann man am Tag vielleicht 20 km gehen (untrainiert)
das wären 39 Tage, die er da so laufen würde, über einen Monat! Und ich möchte nicht die Blasen-Pflaster ankleben müssen.

Wem das rechnen zu anstrengend ist oder wer das in Zukunft noch häufiger braucht, dem kann ich z.B. den Einheiten-Rechner empfehlen (oder diesen).

Geht man jetzt auf Google Maps und sucht sich eine Stadt, die von München aus ca. 777 km entfernt ist, findet man schon bald Hamburg.
Auf München gehen, dann auf Routenplaner und „Hamburg“ eintragen.
Das Ergebnis ist ca. 775 km. Dauer mit dem Auto wäre sieben Stunden, mit Stau vielleicht zehn Stunden.

Voilá! Schon können wir uns diese große Zahl veranschaulichen:
Jemand fährt von München nach Hamburg und stellt lauter Gläser mit Würstchen hintereinander.

Einer fährt, der andere beugt sich aus dem Beifahrersitz, man darf natürlich nicht so schnell fahren und schön eins hintereinander, fast ein bisschen wie im Domino. ;-)

Es gibt aber auch noch andere Beispiele, z.B.
418 462 Fußball-Trikots für Frauen könnte man sich leisten.
27 200 000 / 65 (Trikot Women) = 418 462 Trikots ;-)

Oder über 1,3 Millionen FC Bayern-Fußbälle!
27 200 000 / 20 (Ein Ball) = 1 360 000 Bälle

Wenn man überlegt, das über 1,9 Millionen Kinder in einer Hartz IV- Familie leben
dann könnte fast jedes Kind einen Ball bekommen, der Rest muss sich eben streiten!

Habt ihr auch noch schöne Beispiele für große Zahlen? Ich würde mich freuen.

Kommentare sind anhängig und sie werden garantiert nicht gezählt. ;-)